Wer würde da nicht lachen?
Wenn der aufnehmende Pfleger fragt, ob Herr Fahrgleichwieder* nur ambulant da ist?
*Name geändert, aber vom Prinzip her widergibt es den Sachverhalt ;-)
Add comment Mai 15, 2008
Wenn der aufnehmende Pfleger fragt, ob Herr Fahrgleichwieder* nur ambulant da ist?
*Name geändert, aber vom Prinzip her widergibt es den Sachverhalt ;-)
Add comment Mai 15, 2008
Jeder, der schon einmal ein KH betreten hat, wird wohl oder übel auf ein Schild gestoßen sein, auf dem ein durchgestrichenes Handy zu sehen ist. Wieso das Ganze? Mir hat man damals noch erzählt, das würde Herzschrittmacher beeinflussen und Leute tot umfallen lassen. Was ich mir aber schon lange gedacht habe und hier auch (zumindest zu 99%) Bestätigung findet, ist wohl eher die ganze Wahrheit. Also… Handy anlassen und immer erreichbar sein, wenn der Cheffe dich am nächsten Tag in der Schicht 2h früher braucht… :)
4 comments Mai 12, 2008
Wäre das nicht eine Ergänzung auf den aktuellen Notfallprotokollen wert? Gleich neben der GCS wäre doch sicher noch Platz für die GoACS, die der Assistenzarzt ausgearbeitet hat. Eine sehr sinnvolle und durchaus auch spaßige Einrichtung. Aber im Grunde genommen nicht mehr als ein Versuch vom Alltag zu entfliehen…
Add comment Mai 11, 2008
So ruft normalerweise keiner die Leitstelle. Aber heute geschah es. RTW mit Sondersignalen unterwegs zu einem Notfall.
Lst: “Kommen”
Auto: “Eigenunfall - Crew wohlauf wir sichten den Unfallgegner”
Lst: “Richtig”
Fazit:
1x Kleinwagen “Ex” - also Totalschaden
1x Sanka komplette Seite kaputt
1x Transport des Unfallgegners zum Ausschluss HWS-Trauma. Pat. hatte keinerlei Schmerzen und war nur ein wenig schockig…
Alle wohlauf - Material ist ersetzbar…
5 comments Mai 8, 2008
Boah…ne… der Tag… :D
Ganz dick kams schon vor dem Mittagessen. “*organisation* 72/1 fahrense ma nach *Ort* - Zwangeinweisung - Arzt vor Ort - Pol wurde nicht verlangt”.
Jo… alles klar. Wir also dorthin gefahren und was erwartet uns. Ein wild gestikulierender Doc redet auf unsere vermeintliche Patientin an, die offensichtlich hochschwanger ist (wie sich später rausstellte 9. Monat).
“Guten Tag *Ex-Dreckszivi* mein Name - was ist denn los?”
“Leck mich am Arsch ich fahr nicht mit”
10 Sekunden später lief sie mit einem Messer und den Worten “Ich geh jetzt in den Wald - mich umbringen” davon. Der gemeine Sanitäter würde jetzt was machen? - Polizei anrufen und dann aggressiv abwarten. Mein Kollege, der mal Türsteher war hatte da eine bessere Idee. Er nahm die Verfolgung auf. Doc und ich hinterher. Als wir ums Eck kamen stand er auch schon da und hatte das Messer in seiner Gewalt. Gefahr gebannt. Nach einer ewigen Rumdiskutiererei kam dann doch die Polizei, die dann auch begleitete, weil die gute Frau uns wohl doch dann eher den Sanka zerlegt hätte…
Dann hatten wir ein paar Standardtransporte bevor es zu Folgendem kam. Ich entdeckte 2 Paar Schuhe in meinem Fußraum… “*Rettungsassistent, wem gehören denn die?” - “Ah, kruzifix… ja müssen wa wohl nochma ins *Krankenhaus*”
Also schnell das Zeuch abgegeben. Und dann kams. Wir wollten gerade wieder vom Gelände fahren, als ich eine Frau aus einem Privat-PKW “hüpfen” sehe und sie wie am Spieß rumschreit. Der Fahrer des Wagens winkte uns heftig…
Pat. stark alkoholisiert und nicht bereit freiwillig den Besuch beim Doc anzutreten. Also wieder angefangen zu diskutieren… und auf einmal setzt sie zum Sprint an. Ihr Problem war, dass sie durch ihren Schlangenliniengang die doppelte Strecke im Gegensatz zu mir zurücklegen musste. Und eingefangen…
Nun war es mal wieder Zeit für die grünen Freunde… und auch ihr Widerstand wurde gebrochen… und nebenbei noch was für die Fitness gemacht :-)
2 comments Mai 7, 2008
Was einen selbst auch immer wieder neu motiviert ist, wenn man sieht, dass es auch bergauf gehen kann im Leben.
So habe ich persönlich Folgendes erlebt:
Patient, männl., Z. n. Apoplex im Januar diesen jahres liegt derzeit auf der Intensivstation einer neurologischen Rehastation.
Das erste Mal habe ich ihn letzte Woche gefahren, als ich bißchen am RTW mit den Großen “mitspielen” durfte. Pat. ist tracheotomiert und benötigte damals 8 l/min. Wir holten ihn damals von einem Konsil wieder zurück ins “Heimat-KH”, dass nur wenige Minuten entfernt liegt.
2 Tage später haben wir ihn in das KH, von dem wir in geholt hatten, verlegt, da er immer wieder aus unklaren Gründen fieberte und die neurolog. Klinik eine Abklärung wollte. Diesmal mit Arztbegleitung. Zustand rapide verschlechtert.
Und was war dann beim 3. Mal wenige Tage später? Der Pat. empfing uns im Stuhl sitzend und lächelnd (nat. wegen dem Luftröhrenschnitt nicht sprechend) und man merkte ihm direkt neuen Lebensmut an. Während der Fahrt konnte er mir zwar nur nickend oder kopfschüttelnd antworten, aber man sah sehr deutlich, dass es wieder bergauf geht und er wohl schon bald (sprich in Wochen bis wenigen Monaten, was ja bei Z. n. einem schweren Apo nicht viel ist) wieder nach Hause entlassen werden kann. Denn sogar das Gehen klappt schon wieder ein paar Schritte…
Klar fahren wir auch Pat. bei denen man zu 100% weiß, dass sich an deren Zustand nicht mehr allzu viel zum Guten hin wenden wird, aber auch bei dem oben genannten Beispiel dachte ich an alles andere als daran, dass ich ihn in 1 Woche wieder “fit” sehen würde.
Add comment Mai 5, 2008
aber ein bißchen heiterer ist es trotzdem, wenn der Altersdurchschnitt der Damen, die wir gestern und heute versorgt haben (3 Stück) bei 22 liegt ;-).
- chirurgisch bei Z.n. Sturz bei “den Bus noch erwischen wollen”
- chirurgisch bei Z.n. Kollaps und Fall gegen die Badewanne aufgrund einer Innenohrentzündung
- chirurgisch bei Z.n. Auffahrunfall
Keine Angst. Die Damen dürften mittlerweile alle wieder wohlbehalten zu Hause sein.
8 comments April 29, 2008
dann war er es auf jeden Fall für den heutigen Hubschrauberflug, den ich erfahren durfte, weil bodengebunden transportiert wurde…. ohhhh jeaaaah bambam (ihr kennt Duff-Man hoffentlich :P)
EDIT: So nachdem mein Puls wieder auf 130 und mein Blutdruck auf 220 unten ist ;-) kann ich das Ganze jetzt auch näher ausführen. 3h vor Ende der Schicht wurden wir zum Notarzteinsatz gepiepst. “Verletztes Kind auf Sportplatz. Zusammen mit *Hubschraubername*”.
Meine Gedanken: “Was wird des etz wieder sein… Knielux, Armbruch oder Bänderriss wird bodengebunden ohne NA transportiert.”
Denkste.
Tarütarü die Post ist da… der Hubschrauber natürlich schneller gewesen und der Arzt macht eine kurze Übergabe. “Pat., männl, xx Jahre, mit BMX gestürzt und auf Quarterpipe (er nannte es Rampe :P) geknallt. Pat. mit retrograder Amnesie.; zusätzlich Ausschluss Gesichtsschädelfraktur. (Jochbein sah ziemlich kaputt aus)
Anweisung: Stif-Neck, Vakkuum - Zivi holt - Zivi macht :)
Doc: “Ich begleite im RTW wir fahren nach *Krankenhaus*”
Mein (ab sofort) Lieblings-RA: “Könnt unser Zivi dann mitfliegen?”
Doc: “Fralle (hochdeutsch: natürlich), I weiß ja wie geil des is”
Habe dann - während der Pilot am Standort Kaffeetrinken ging auf den RTW gewartet und beim Umlagern im Schockraum geholfen, bevor wir den Doc dann die paar Meter zum Stützpunkt gefahren haben und noch den Hangar von innen begutachten durften. Echt geile Sache…
2 comments April 28, 2008
Aufgrund des San-Dienstes von gestern 20°° bis heute 4:30°° zog ich es dann doch vor, nicht mit dem Früh-RTW ab 7°° mitzufahren, sondern schön auszuschlafen.
Und das war wohl auch gut so, denn der Tag sollte nicht nur ein Polytrauma bringen (bei dem ich mit großer Wahrscheinlichkeit mehr gestört als genützt hätte), sodern auch einen Notfall, wo die Besatzung eine Meningitis gefahren hat, ohne es zu wissen und sich dementsprechend auch nicht mit Infektionsanzug usw. geschützt hatte.
Eigentlich bin ich im Nachhinein ganz froh über meine Entscheidung.
Add comment April 25, 2008
ich bin intellent und studiere Medizin…
So hat sie es zwar nicht gesagt, aber Medizin hat sie studiert. Und so lag sie dann vor mir auf der Trage. 21 Jahre alt mit offenen Augen, die sie alle 20 Sekunden komisch verdrehte, um sie dann augenblicklich wieder zu öffnen.
Gefunden hatten wir sie sitzend mit nach vorne gebeugtem Kopf auf einer Bank vor dem Haupteingang in den *Fakultätsbau*. Sieglinde war ihr Name (natürlich nicht :P) und ne Flasche Weißwein hätte sie zum Vorglühen weggehaun. “Und danach noch n paar Kurze”. Und jetzt hatten wir sie in den RTW geschliffen. Ein guter Kumpel von mir, ich und 2 Kameraden aus der Wasserwacht, die wir als Praktikanten dabei hatten.
RR: 140
Puls: 70
Zucker: 132
und trotz allem - völlig im Arsch. Wir (Kumpel RDH mit 3 Jahren Ehrenamterfahrung, RDH mit 9 Monaten Zivi, Sanhelfer, Sanhelfer) entscheiden uns, in Rücksprache mit den Freunden der Pat., einen RTW zum Transport in die nächste Klinik anzufordern, da man sie so sicher nicht alleine in ihr Bett legen kann. Ich meine - auch ich und Freunde von mir waren schon öfter mal gut besoffen, aber entweder lagen die dann (bei Privatfeiern) gleich im Zimmer nebenan und es wurde alle 5 Minuten mal nachgeschaut oder diejenigen waren noch in der Lage einigermaßen selbstständig den Weg ins Bett anzutreten und sich von selbst auf die Seite zu legen…
Sieglinde konnte das nicht. Nachdem der RTW ohne Notarzt und mit normaler Anfahrt angefordert worden war, mussten wir mit dem RTW noch ca. 200 Meter zu einem der Rettungstreffpunkte zurücklegen, da der Kasten-RTW mit großer Sicherheit den Schotterweg nicht hochgekommen wäre.
Und wie sollte es auch anders sein: Unser Auto setzt sich in Bewegung und los gings… Das Abendessen und vor allem der flüssige Anteil des Abends machten sich auf den Weg an die frische Luft und verpesteten eben jene. Ein beherzter Griff zum Dachfenster machte die Sache wieder erträglich.
Die 200 Meter wurden von ca. 4 Zwischenstopps unterbrochen, bis wir nach 6 Minuten den Rettungstreffpunkt erreicht hatten. Inzwischen hatte ich keine Nierenschalen mehr und mein Schützling lag in Seitenlage vor mir, weil der Kotzreflex mittlerweile kaum mehr da war. Zusätzlich hatte ich nen roten Absaugkatheter auf die Absaugung gesteckt und war bereit fürs Äußerste als endlich die Kollegen vorfuhren.
Das Protokoll hatte ich mehr oder weniger zufriedenstellend zusammen. Name und Adresse von Sieglinde & das Geburtsdatum. Die GCS war von anfangs 10-11 auf mittlerweile schlechte 9 gerutscht (8 = Intubation) und ich war heilfroh, dass ich die Patientin endlich übergeben konnte.
8 comments April 25, 2008
| Chris zu Handy aus im Krankenhaus?… | |
| torschtl zu Handy aus im Krankenhaus?… | |
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| torschtl zu Leitstelle von *Auto*, dr… |