Schicksale
Dezember 1, 2007
Jedes Jahr um die Weihnachtszeit die gleiche Leier. Der Wasserwacht-Piepser tönt von 20.12 bis zum 02.01. im Schnitt alle 2 Tage, weil wieder irgendjemand auf einer Brücke steht und droht zu springen. Gerade um die Weihnachtszeit, wenn die vereinsamten Menschen überall das traute Familienglück zu sehen bekommen, kommen sie auf blöde Gedanken. Die Wenigsten trauen sich dann aber, den entscheidenden Sprung zu wagen, weil es eben Kurzschlusshandlungen sind. Die, die wirklich springen, wären genauso am 16.05 gesprungen wie um die Weihnachtszeit, deren Entschluss stand längst fest.
Parallel dazu, stelle ich mir vor, dass die Anzahl der Patienten mit der Diagnose „Zustand nach Intoxikation“ rapide zunehmen wird, sobald der Tannenbaum in den bürgerlichen Wohnzimmern steht. Ich bin gespannt, was der kommende Monat so bringen wird und werde natürlich dann auch berichten, falls es mir erwähnenswert scheint.
Entry Filed under: Ernstes. Schlagworte: Intoxikation, Selbstmord, Suizid, Tabletten, Wasserrettung, Weihnachten.
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1.
Joekanone | Dezember 3, 2007 at 5:53
Hallo,
zerbrich Dir nicht den Kopf über die Weihnachtszeit und der damit angeblich einhergehenden Steigerung der Suizidrate.
Als Lektüre empfehle ich:
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/suizidjahreszeit.html
und
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/Querschnittsveroeffentlichungen/WirtschaftStatistik/AktuellSuizid,property=file.pdf
Gruß aus Schleswig Holstein