Auch mal schön
Mai 5, 2008
Was einen selbst auch immer wieder neu motiviert ist, wenn man sieht, dass es auch bergauf gehen kann im Leben.
So habe ich persönlich Folgendes erlebt:
Patient, männl., Z. n. Apoplex im Januar diesen jahres liegt derzeit auf der Intensivstation einer neurologischen Rehastation.
Das erste Mal habe ich ihn letzte Woche gefahren, als ich bißchen am RTW mit den Großen “mitspielen” durfte. Pat. ist tracheotomiert und benötigte damals 8 l/min. Wir holten ihn damals von einem Konsil wieder zurück ins “Heimat-KH”, dass nur wenige Minuten entfernt liegt.
2 Tage später haben wir ihn in das KH, von dem wir in geholt hatten, verlegt, da er immer wieder aus unklaren Gründen fieberte und die neurolog. Klinik eine Abklärung wollte. Diesmal mit Arztbegleitung. Zustand rapide verschlechtert.
Und was war dann beim 3. Mal wenige Tage später? Der Pat. empfing uns im Stuhl sitzend und lächelnd (nat. wegen dem Luftröhrenschnitt nicht sprechend) und man merkte ihm direkt neuen Lebensmut an. Während der Fahrt konnte er mir zwar nur nickend oder kopfschüttelnd antworten, aber man sah sehr deutlich, dass es wieder bergauf geht und er wohl schon bald (sprich in Wochen bis wenigen Monaten, was ja bei Z. n. einem schweren Apo nicht viel ist) wieder nach Hause entlassen werden kann. Denn sogar das Gehen klappt schon wieder ein paar Schritte…
Klar fahren wir auch Pat. bei denen man zu 100% weiß, dass sich an deren Zustand nicht mehr allzu viel zum Guten hin wenden wird, aber auch bei dem oben genannten Beispiel dachte ich an alles andere als daran, dass ich ihn in 1 Woche wieder “fit” sehen würde.
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