Von Krankentransporten und Rotlichtvierteln…
Juli 4, 2009
Hallo, werte Leserschaft, ich bin wieder wohlbehalten in der Heimat angekommen.
Pflichtbewusst wie ich bin, nahm ich zumindest noch die Hälfte meiner Vorlesung mit, bevor wir uns dann aufmachten nach Musterstetten, was für uns circa 600km Fahrt bedeutete. Nach 5h 45min durften wir dann aber auch schon die kalte Dusche im Hotelzimmer genießen. Das Hotel sorgte erst einmal für Schmunzeln, da wir als erstes circa 4 Puffs und 3 Strip-Clubs in unmittelbarer Nähe des Hotels wahrnahmen. Freundin und eingeschränktes Zeitbudget verhinderten aber sowieso eine nähere Auskundschaftung ;-).
Nach nur 4 lächerlichen Stunden Schlaf hieß es auch sogleich wieder aufstehen und Patienten holen. Eine 93 Jahre alte Dame, mit Zustand nach Hüft-TEP. Sie meinte nur zu mir und meinem Kollegen, dass sie gar nicht anstrengend sei und wir ruhig während der Fahrt schlafen ruhen könnten. Sie würde sich selbst bemerkbar machen, wenn sie in irgendeiner Art und Weise Hilfe bräuchte. Wunderbar, wenn nur alle Patienten so wären….
Die Fahrt verlief problemlos mit 3-4 Staus, die – aufgrund ihres urplötzlichen Auftretens 2 starke Bremsungen erforderten, die aber nur mit etwas Adrenalinausschüttung einhergingen und kein weiteres Problem waren. Die Dame war froh über die nette Betreuung und wir waren froh, dass wir zu zweit waren und vor allem in den frühen Morgenstunden (Abholung war bereits um 6 Uhr) ca. alle 45 Min. Fahrerwechsel machen konnten, um die Konzentration beim Fahren aufrecht zu erhalten. 2 Guarana-Pillen gaben mir dann den letzten Rest um vollständig wach zu werden.
Kurioserweise merkte mein Kollege nach 1,5h Fahrt, dass sein Handy weg war. Er war sich sicher, dass es im Hotel sein müsste, also rief ich dort an und versuchte die Lady dazu zu bringen, danach zu suchen. Sie tat dies dann auch, kam aber zu keinem Ergebnis. Dafür fand sie mein Etui samt zugehöriger Brille. Seitdem bin ich faktisch Blind und hab den gnazen Tag die Kontaktlinsen drin :(. Das Handy des Kollegen tauchte dann am Zielort unter seiner Jacke am Beifahrersitz auf. Warum wir das Klingeln beim Versuch anzurufen nicht wahrnahmen, war uns ein Rätsel.
Insgesamt eine 20stündige Reise durch halb Deutschland und am Ende die Erkenntnis, dass Musterstetten für den Fakt, dass es eigentlich ziemlich bekannt ist, ein ganz schönes Kaff ist. Ruhrpott halt…
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1.
gr3if | Juli 5, 2009 at 5:47
h3h3 4 Stunden Schlaf wegen dem Puff?^^ ;p
Klingt nach einer entspannten Tour^^
Was fahrt ihr da für einen Wagen?
2.
Daniel | Juli 5, 2009 at 10:14
Hallo,
ich habe mal eine kleine Umfrage für „Blaulicht-Blogger“ gestartet. Würde mich freuen, wenn Du teilnehmen würdest!
http://retterweblog.de/index.php?/archives/35-Umfrage-Blaulicht-Blogs.html
Gruss Daniel
3.
admin | Juli 6, 2009 at 3:37
wir sind mit einem VW 2,4 Liter Benziner unterwegs gewesen… hat gut sprit geschluckt :)