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Wochenendsanka
Ja, es gibt mal wieder was Neues… bzw. egtl. nicht, aber ich wollte mich mal wieder melden. Am Sonntag habe ich mal wieder 12h auf dem KTW verbracht. 11 Transporte in 12h davon 4mal in eine psychatrische Klinik. Psychose hier, Psychose da… und wir waren beileibe nicht die einzigen, die fleißig dorthin gefahren sind. Gefühlte 50% aller Patienten wurden an diesem Tag dorthin gebracht. Herbstdepressionen? Man weiß es nicht.
Nach ein paar normalen Transporten ließ uns dann die Leitstelle mal an den Rand des Funkbereichs. Ursprünglich hieß es „Psychose im Altenheim nach psychatrische Klinik“. Auf dem Weg dorthin sprach uns der Lieblingsdisponent (markante Stimme und einfach eine coole Sau) noch einmal an und bat uns darum abzuklären, ob die Psychose sitzen kann, damit wir noch einen liegenden Zustand nach Sturz „mitreinnehmen“ können. Nachdem wir die alte Dame, die egtl. ganz ruhig und orientiert wirkte, eingepackt hatten fuhren wir dann zu dem Sturz, wo uns schon eine Horde Angehöriger freudig erwartete.
Die Oma wäre nach dem Essen ausgerutscht und hingefallen und hat jetzt Schmerzen im – na ratet wo! – Oberschenkelhals. Jawohl. Da saß sie nun im Auto ihres Bruders und wirkte schockig. Die kleinste Bewegung ließ sie aufschreien. Also Tasche geholt und Blutdruck gemessen, der bei 110 palpatorisch lag. Da die Dame frierte wickelten wir sie noch ordentlich ein und schlossen das Pulsoxi an. 65er Sättigung… nö, kann nicht sein. Die kalten Finger verhinderten eine genaue Messung. Da wir die Dame so auf jeden Fall nicht transportieren – geschweige denn erstmal aus dem Auto holen konnten – schickte ich meinen Beifahrer zur Nachforderung eines RTW und eines NEFs, die dann auch wenig später mit Pauken und TromSirenen eintrafen. Ein bißchen Dipidolor wirkte Wunder und ermöglichte uns ein unkompliziertes Umlagern auf die Vakuummatratze.
Das war dann auch schon das einzig „Spannende“, was es zu berichten gibt. Bald fahr ich wieder, vielleicht kann ich dann mit etwas Lesenswerterem dienen.
Bis dahin – bleibt gesund!
2 comments Dezember 2, 2008
Unklar…
ist der Unfallhergang, bei dem ein Notarzt aus unserem Gebiet vor kurzem (laut Aussage einer Lokalzeitung) lebensgefährlich verletzt worden ist. Da kann man nur das Beste hoffen…
10 comments August 21, 2008
Apoplex und Herzinfarkt – Jungens, das sind Notfälle…
Da ich ja doch ab und zu in Google auftauche, möchte ich hier nochmal die in vergangenen Beiträgen geschilderte Problematik aufgreifen. Natürlich kann man von keinem absoluten Laien erwarten, dass er einen Herzinfarkt oder Schlaganfall diagnostiziert, aber dass da „etwas nicht in Ordnung ist“, das kann sowohl die 12-jährige Tochter, als auch die 70jährige Ehefrau erkennen.
Eure Hausärzte sind ja schön und gut für Husten, Schnupfen, Heiserkeit, aber:
- wenn jemand akut auftretende Brustschmerzen / Atemnot / Kaltschweißigkeit bekommt
- wenn jemand langsam, aber sicher eine verwaschene Sprache bekommt oder seine Extremitäten nicht mehr so bewegen kann wie noch gestern
- wenn jemand ohne erkennbaren Grund vor euren Augen aufs Näschen fällt
- wenn jemand über Übelkeit klagt oder Inkontinent wird, obwohl das gestern noch nicht so war
- wenn jemand Kopfschmerzen hat und die auch nach einer Aspirin nicht weggehen
DANN
fragt nicht lange den Herrn Allgemeinmediziner, sondern sprintet zum Telefon und wählt die 112 (alternativ: 19222 im Königreich) und verlangt einen Rettungswagen samt Notarzt. Der Herzinfarkt und der Schlaganfall gehören mit zu den häufigsten Erkrankungen und vor allem der Apo kann auch schon jüngere Leute treffen. Also, tut es der Bekannten von mir gleich, die eine Dame im Kindergarten zu Besuch hatte, die den Kindern von früher erzählen wollte, und auf einmal nicht mehr sprechen konnte (die angehende Erzieherin ist wohlgemerkt 17 Jahre alt und hatte ihren EH-Kurs erst vor 1 Woche aufgefrischt) und holt den Rettungsdienst.
Denn bei internen Erkrankungen ist die Zeit wirklich einer der wichtigsten Faktoren…
In diesem Sinne…behaltet euch immer im Hinterkopf: time is money brain!
5 comments Februar 29, 2008


