Tipps für Zivis
Am Anfang war mir im Rettungsdienst so Einiges neu oder unheimlich und es war nicht gerade leicht, sich in die Thematiken reinzufinden. Damit ihr es etwas leichter habt, möchte ich hier eine kleine Seite mit Tipps zusammenstellen.
Hinweis: Wenn ihr spezielle Fragen habt, schreibt diese doch bitte als Kommentar unter diese Seite
Tipps für Neulinge im Rettungsdienst:
1. Der Umgangston:
Da ich ja durch die Wasserrrettung schon ein Bißchen in der ganzen Maschinerie drin war, wunderte es mich persönlich jetzt nicht so viel, wie meine Kollegen, dass der Umgangston in der Rettungswache ziemlich rau ist. Das unterscheidet sich aber – meinen Erfahrungen nach – nicht von organisation zu Organisation, sondern das hat der Rettungsdienst so an sich. Man braucht eine dicke Haut und sollte problemlos auch einmal über sich selbst lachen können, um zu bestehen. Ich möchte damit aber keinesfalls sagen, dass die Leute unfreundlich sind. Sie sind SUPER nett, aber “Depp”, “Volldepp” und “Arschloch” sollten euch rein von der Wortwahl her nicht schocken. Das ist an der Tagesordnung aber NIE so gemeint, wie man vermuten könnte. Nur für den Fall, dass ihr damit nicht rechnen solltet :)
2. Umgang mit Kollegen:
Ein großer Fehler, der mir unterlaufen ist war der, dass ich alle Kollegen für “gleich” angeschaut habe. Was der eine mit einem lauten Lachen quittiert, kann den anderen zum toben bringen. Tastet euch immer vorsichtig an die einzelnen Kollegen ran und testet aus, wie weit ihr gehen könnt. Eine zynische Bemerkung beim einen, kann für den anderen eine große Beleidigung bedeuten. Denkt immer daran: Ihr seid der Dreckszivi, das schwächste Glied der Kette – euch wird angeschafft und wenn ihr Kaffee holen sollt, dann holt verdammt noch einmal Kaffee – es wird euch die restlichen 7 Monate, in denen ihr zum Team gehört, das Leben verdammt leichter machen. (Beispiel: Ausgaben am Kaffeeautomat im 1. Monat: 55€ – heute brauche ich selbst 1-1,50 am Tag (20-30€ / Monat) und den Rest zahlen Kollegen).
3. Arbeitet gewissenhaft:
Nur wer absolut perfekt und pedantisch ist, kann keine Fehler machen bzw. deren Zahl reduzieren. Der Ausdruck “Passt schon” sollte zumindest in den ersten 2 Monaten nicht zu eurem Wortschatz gehören. “Passen” tuts erst, wenn es perfekt ist. Führt eure Checklisten gewissenhaft und hakt nicht einfach ab, fahrt ruckwärts nur mit Einweiser, auch wenn alle anderen das nicht tun. Wenn ihr mit Einweiser anfahrt, dann bekommt ihr nicht annähernd so eine auf den Deckel wie wenn ihr – entgegen der Dienstanweisung – mit dem Auto ohne Einweiser zurücksetzt und die Fahzeughalle fast zum Einsturz bringt.
4. Der sichere Umgang mit Patienten:
Gerade am Anfang quält einen oft die Frage “schläft er jetzt oder isser tot”… jaja, man neigt da schnell dazu, den Teufel an die Wand zu malen. Also, was macht man? Man berührt den Patienten und fragt nach, ob alles in Ordnung ist. Spätestens beim 3. Mal wird der Patient sauer, glaubt mir. Was macht der kluge Rettungssanitäter, der sich nicht ganz sicher ist. also? Er schnappt sich bei jedem Patienten, wo es zu ober beschriebener Situation kommen könnte, das Pulsoxi und klemmt es demjenigen an den Finger. So hat man die ganze Fahrt über die Herzfrequenz (und das ist es ja, was wir wissen wollen) im Blick und können ganz entspannt fahren.
Andere Situation: Ihr steht gerade günstig und werdet zu einem Notfall gerufen. Verkehrsunfall mit 1mal mittel. Ihr kommt hin und euer Rettungsassistent kommt ins rotieren, das heißt er wird hektisch. Er will den Blutzucker, den Blutdruck, eine grüne Nadel samt Stauschlauch und tupfer, eine Sam-Splint, einen Stiff-Neck und dazu noch einen Notarzt, ihr über Funk nachalarmieren sollt… und zwar JETZT. Und jetzt seid ihr am Knackpunkt. 347 Aufgabe – 2 Hände und 2 Füße. Achtet immer darauf, so ruhig wie möglich zu bleiben. Natürlich zittern einem die Hände leicht – alleine schon durch die ausgeschütteten Hormone während der Anfahrt, aber ihr seid auch nur ein Mensch und ihr könnt nicht mehr tun als arbeiten. Fragt euren RettAss, was er zuerst haben will und reicht es ihm entsprechend an. Arbeitet alles schön ruhig nacheinander ab und versucht eure – zumindest äußerliche – Ruhe, auf den Teampartner zu übertragen. In der Regel werdet ihr Glück haben und einen RettAss haben, der ruhig genug ist, um euch zu führen, aber schon öfter habe ich erlebt wie stressig es auf einmal wird, wenn der Doc ins rotieren kommt, weil er nicht mehr weiß, was er zuerst machen soll.
5. Ekel
Was euch klar sein muss, bevor ihr euren Dienst antretet ist, dass ihr ein gewisses Ekelgefühl überwinden können müsst. Am Anfang ist es der Pissbeutel, der seitlich amBett hängt, dann die Windel und on the top dürft ihr dann auch künstliche Darmausgänge sehen. Ja, es ist ekelhaft… aber nur die ersten 2 Wochen. Danach habt ihr ca. 35 Katheterbeutel gesehen, 2 Patiente, die man halbstündlich absaugn muss, weil sie keinen Kehlkopf mehr haben und ca. 10 künstliche Ausgänge. Was mir viel geholfen hat, waren die Handschuhe. Sobald man den Beutel vom Katheter erblickte – Handschuhe ran. Dann ist es auch kein Problem, dass man das Ding anfasst und dem Patienten dann zwischen die Beine legt, wenn er auf der Liege ist. Im Laufe der Zeit werdet ihr dann die Schwelle soweit überwunden haben, dass ihr den Beutel (der ja außen komplett sauber ist) auch ohne Handschuhe anfasst. Ist ja auch kein Problem… nur was ich bis heute mach und was auch definitiv wichtig ist – Hände desinfizieren nach jedem Patienten.
6. Nehmt euren Kollegen Arbeit ab
Je zuvorkommender und arbeitswilliger ihr auftretet, umso mehr Vorteile werdet ihr später genießen. Denn egal, ob ihr euch freiwillig anbietet oder nicht, den Transportschein, den ihr auf der Station 20 im anderen Gebäudetrakt ca. 400 Meter Fußweg entfernt vergessen habt, den holt so oder so IHR und nicht euer hauptamtlicher Kollege. Also: Euch fällt auf, ihr habt den Transportschein vergessen: “Oh, wir haben den Trapo liegen lassen, ich laufe mal schnell zurück”… bester Satz und beste Voraussetzung für ein angenehmes Zivileben in den kommenden Monaten.
Oder: Es ist Freitag und die Grundreinigung der Autos steht an. Du sagst zu deinem Kollegen “Geh ruhig in die Wache und hol dirn Kaffe, ich mach das. Die Allermeisten werden sagen “Na, jetzt waschen wirs schnell gemeinsam runter und dann trink ma an Kaffee”… dann habt ihr auf jeden Fall schonmal bei Sympathie +1 gemacht. Wenn er sagt “Alles klar, Danke” habt ihr den Sympathiepunkt auch, mit dem kleinen Nachteil, dass ihr die Karre alleine waschen müsst, was aber auch keinen Weltuntergang darstellt. In der Regel erwartet euch als Gegenleistung in der Wache dann eine frische Tasse Cappucchino.
7. Blut
Muss man im Rettungsdienst Blut sehen können? Das ist eine zentrale Frage für viele. In der Regel wird man nicht viel Blut sehen. Die meisten Patienten haben interne Krankheiten und man sieht eher Speichel, Urin oder Kot als Blut. Wer jedoch Erstgenanntes sehen kann, wird mit Blut auch keine größeren Schwierigkeiten haben. Der anfängliche Brechreiz ist völlig normal, denkt euch nichts.
8. Zeitplanung
Sicher interessiert es euch, inwiefern man im Rettungsdienst mit geregelten Arbeitszeiten rechnen kann. Ich sag es mal so: Vergesst es. In den wenigsten Fällen kommt man nach 8.5h aus der Wache raus. Eher schaut es so aus, dass man 30 Minuten vor Dienstbeginn und 15+x Minuten nach Dienstende endgültig fertig ist und nach Hause kann. Unter der Woche verzichte ich mittlerweile auf feste Termine. Das Wochenende kann man natürlich anch wie vor frei verplanen.
Ihr habt weitere, Fragen, die ihr erklärt haben möchtet? Kein Problem – nur wissen muss ich sie -> Kommentare schreiben
29 Comments Add your own
Leave a Comment
Some HTML allowed:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback this post | Subscribe to the comments via RSS Feed
1.
zeedl | Dezember 7, 2007 at 9:33 am
auf deutsch gesagt der rettungsdienst ist eigentlich voll ätzend ? macht dir das ganze überhaupt spaß? hört sich ja irgendwie nicht so prickelnd an^^
2.
torschtl | Dezember 7, 2007 at 7:34 pm
natürlich macht n heiden spaß, sonst hätt ichs mir kaum ausgesucht :)
3.
Hymensprenger | Januar 22, 2008 at 12:42 pm
“der Regel wird man nicht viel Blut sehen.” (aus Punkt 7)
…und ich dachte immer, GERADE da.
Man lernt doch nie aus, oder?
4.
intubator | Januar 23, 2008 at 10:19 pm
kommt halt auch drauf an wo du arbeitest…
in der stadt hast du fast nur interne sachen, also röcheln, husten, schwitzen, keuchen, nicht atmen, zu viel atmen, kaum atmen, sehr selten schreien (eher bei gomers und psychpatienten), stöhnen, jede menge körperflüssigkeiten, aber kein blut (außer der zugang ist scheiße:P)
am land hast du halt auch mal den gelegentlichen verkehrsunfall. der 23jährige der meinte die beziehung zwischen seinem gti und der netten eiche die ihn immer so anlächelt sollte mal mit 90km/h aufgebessert werden… (wobei man da den rucksack eh zulassen kann:D)
5.
torschtl | Januar 23, 2008 at 10:48 pm
wir haben schon auch VUs aber sehr selten ist man da mit dem KTW vor Ort und zur Zeit fahre ich ja nur KTW, weil ich den RS noch nicht habe…
6.
Maria | Februar 13, 2008 at 5:29 pm
hallo, ich habe am 19.Februar ein Vostellungstermin bei der Bundswehr. Ich möchte gerne in den Sandienst einsteigen.
Der Umgang mit den Menschen macht mir viel Spaß.
Auch ist es ein super gefühl wenn man weiß, einem Menschen das Leben gerettet oder erleichtert zu haben. Das sind die Herausforderungen im Leben, die ich brauche.
Reichen diese Argumente ???
Klingt vielleicht doof aber ich kann mir absolut kein andren Job vorstellen, wieso kann ich jedoch nicht sagen !!!
Ich bitte um Antwort und eventuelle Argumente mit den ich punkten kann !
Wäre super lieb.
Danke
7.
Jascha | März 4, 2008 at 2:25 pm
Hallo, ich habe schon die Musterung hinter mir ! Allerdings warte ich noch auf meine Anerkennung !
Ich will gerne im Rettungsdienst arbeiten weil ich später Medizin studieren will. Bringt das was für mein späteren Studium ? Ausserr das ich schon lerne für was die grüne oder die orange “nadel”? ist…
Und wo kann man denn diesen aktiven Rettungsdienst machen ? Ich war beim RK die wollten mich schon aber nicht im RD sondern nur im Krankentransport oder Haus notruf.
PS: Ich komme aus Wiesbaden hier haben wir eien ASB, RK, Malteser….
Antworten kannst du mir hier oder per e-mail.
Vielen Dank !
8.
torschtl | März 4, 2008 at 8:03 pm
Hi Jascha,
viele Zivis, die ihren Dienst im RD ableisten kommen gerade durch diese Erfahrungen darauf, dass Medizin eigentlich das Richtige für sie wäre. Warum sollte das dann umgekehrt nicht auch funktionieren?
Es wird dir insofern was bringen, weil du den Umgang mit Patienten lernst, Basismaßnahmen bei aktuen Notfällen auch einmal in der Praxis anwenden kannst und du einfach mal Einblick in die Materie präklinische Medizin bekommst.
Im richtigen Rettungsdienst wirst du als Zivi so und so nicht eingesetzt werden. Zwar lassen sie dich anfangs mal auf dem Retter und dem NAW mitfahren, damit man auch mal “was sieht”, aber in den restlichen 8 Monaten ist man auf dem KTW. Und das ist meiner Meinung nach auf gut so. Ich würde auch nicht von einem frischen RDH behandelt wollen würden, wenns mir dreckig geht…
Bewirb dich einfach bei den einzelnen Organisationen (Vorkenntnisse angeben..und wenns “nur” Interesse an der Materie ist) und warte dann ab, was die so von sich geben.
Hausnotruf ist imho nix BEsonderes. Da wirste egtl. nur angefordert, um die WOhnung fürn RD aufzusperren… nix Aufregendes. Am KTW bekommste zumindest ab und zu n Notfall ab.
9.
preisel | März 13, 2008 at 6:18 pm
Also bei uns in der Gegend (Bayern, Ländlich) fährt der Zivi (sofern der Führerschein passt) als RDH auch den RTW…
Weil im bayrischen RD Gesetzt ist (leider) nur festgelegt das geeignet qualifiziertes Personal auf dem Retter fahren muss (sinngemäß)
und da es noch kein gerichtsurlteil gibt was festlegt was geeignet bedeutet fahren bei uns die Zivis mit einem RA aufm Retter
10.
torschtl | März 13, 2008 at 10:27 pm
bei uns fahren ab und zu auch RDHs zusammen mit RAs den Retter… eben aus dem von dir genannten grund.
11.
Peter | April 15, 2008 at 8:17 pm
Im schönen Saarland sind die meisten RTW zur Zeit noch unter 3,5t von daher sind auch Zivis (je nach persönlicher Eingnung) als 2. Mann aufm RTW unterwegs.
Wobei das von Wache zu Wache unterschiedlich gehandhabt wir, ebenso wie die Ausbildung. Auf Wache A macht der Zivie RS, auf Wache B nur RH.
Teilweise werden auch nur manche Zivis zum RS ausgebildet, ja nach Eignung und je nach dem wiviel man braucht als 1. Mann KTW…
12.
daniel | Mai 17, 2008 at 3:18 pm
Auf der Wache wo ich zum Praktikum war werden die Autos extra auf 3,5t abgelastet sodass sie die FSJler und Zivis fahren dürfen. War eigentlich kein Ding mit denen zusammenzuarbeiten… hatte nie den Eindruck als wären sie nicht qualifiziert genug … der RA muss halt routiniert sein dann passt das schon auch mim Zivi sehr gut
13.
simon | Juli 5, 2008 at 6:04 pm
So dann
Super geile Seite, habe immer wieder mit Freude drauf rumgelesen. Hat mir auch geholfen die Wahl zu treffen in den Rettungsdienst als Zivi zu gehent!
Der Wunsch war zwar vorher schon da aber man weiß ja nie…
Leider habe ich nicht alle Einträge gelesen. Mich würde mal interessieren, was empfiehlst du für die freie Zeit auf der Wache?
Du hattest ja erwähnt, dass unterschiedliche Aufgaben anfallen (Wagen reinigen und überprüfen/auffüllen) aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das die ganze Zeit einnimmt.
Was empfiehlst du? Ein Buch? Ein Laptop? …
freue mich auf die Antwort!
14.
torschtl | Juli 5, 2008 at 6:26 pm
für die freie zeit…hmm..die haste am ktw unter der woche kaum. ich les dann halt zeitung, rettungsdienstmagazine ab und zu auch mal bilde ich mich in der hauseigenen bibliothek weiter (traumamanagement, physiologie usw) oder shcau einfach in den verdummungskasten auf n24 wie die titanic untergeht… man findet immer was, um sich zu beschäftigen
15.
simon | Juli 5, 2008 at 6:27 pm
super danke!
16.
Zonny | Februar 18, 2009 at 6:03 am
Wirklich klasse sache der blog…. Ich interessiere mich sehr für einen Job als RH/RS/RA, leider fehlt mir der richtige Einstiegspunkt, ich bin jetzt 21 jahre alt und mit der schule soweit fertig, leider hat die bundeswehr sich bis dato noch nicht bei mir gemeldet sodaß ein einstieg als zivi ( soweit ich mich da auskenne) nicht möglich ist, obwohl ich es als optimal lösung halte über deisen weg einzusteigen und erstmal die möglichkeit zu haben ein wenig zu schnuppern… Welche Möglichkeiten bieten sich mir nun in den RD einzusteigen ohne meine Ausbildung selbst zu finanzieren.
Vielen Dank für die Antwort
Grüße aus Gelsenkirchen
17.
torschtl | Februar 18, 2009 at 8:20 am
fakt ist, dass die arbeitsmarktlage für RA/RS ziemlich unter aller Sau ist. De Facto heißt das, dass wenn du deine Assistentenausbildung machen willst, du das zu 99% aus eigener Tasche finanzieren musst. Das gilt vor allem für die RA-Schule. Im praktischen Jahr erhältst du normalerweise eine kleine “Entschädigung” dafür, dass du – je nach persönlicher Qualifikation – als Transportführer auf dem KTW oder Fahrer auf dem RTW sitzt. Diese fällt aber nicht wirklich hoch aus und kann mit einem Gehalt nicht wirklich gleich gestellt werden… als Zivi hab ich mehr verdient als sämtliche AiP auf der Wache.
Also, wenn es wirklich das ist, was du machen willst, solltest du sehr offen sein, was deinen zukünftigen Arbeitsplatz betrifft. Ansonsten dürfte es schwer werden einen Job in der näheren Umgebung zu finden (Zufälle mal ausgenommen)
18.
Zonny | Februar 19, 2009 at 4:05 am
Wie sieht es den aus wenn ich über ein Freiwilliges soziales jahr einsteige und somit meine Ausbildung zum RH/RS bekomme ist es möglich nach diesem jahr in eine festanstellung über zu gehen und so villeicht den RA zu machen? Falls das ganze funktionieren sollte wie sind die verdienstmöglichkeiten als RA den bei aller liebe zum menschen und dem willen zu helfen muss man ja auch von irgendetwas leben….
Lieben Gruß
19.
torschtl | Februar 23, 2009 at 10:45 am
also bei uns werden i. d. R. nur fertige RAs angestellt bzw. AiP nach dem praktischen Jahr übernommen. Als RS eine Festanstellung zu bekommen. Ich kann dir jetzt nicht genau sagen, was der Durchschnitts-RA verdient, aber große Sprünge kann man davon – so wie ich das mitbekomm – nicht machen.
20.
Sepp | April 9, 2009 at 10:01 pm
ich bin beim surfen im internet auf diese Seite gestoßen, du torschtl ich find deine tipps zu 100% empfehlenswert. Mir ist ist es nämlich genau so gegangen.
was du zum thema blut und co. geschrieben hast is vollkommen richtig
und wenn du dich am anfang der zivi-zeit durch ein bisschen schleimen und zuvorkommen beliebt machst wirst du nicht in die ecke “stinkfauler dreckszivi” gestellt.
nach der anfangsphase bist du dann aber fast so wie ein hauptamtlicher kollege und du hast das schönste leben
was bei mir gut war das ich nicht von vorn herein, mit meinen feuerwehr erfahrungen rum posaunt hab, bei mir in dgf haben de nicht wirklich an guten ruf
ich bin durch meinen vater zum roten kreuz gekommen
er hat seinen zivi auch schon dort gemacht….
hab aber vor dem Zivi-Einführungs-Sani-Kurs keinen strich
erste hilfe gekannt, war führ mich ein richtiger crash kurs
Torschtl fährst du weiterhin ehrenamtlich weiter?
Wenn ja, in welcher form: KTW-, RTW-, NEF-Fahrer, RS am KTW oder HVO?
Also noch mal respekt des is a voll gut seite! wo sich hobby
retter austauschen können.
Gruß Sepp
21.
torschtl | April 10, 2009 at 12:33 pm
ich fahre sowohl ehren- als auch nebenamtlich weiterhin, ja.
je nach lust und laune ab und zu ne schicht am wochenende oder ne nachtschicht unter der woche und im sommer immer 2 monate zeitvertrag zur studienfinanzierung :)
ich bin dabei Fahrer auf dem RTW oder Beifahrer auf dem KTW. NEF interessiert mich weniger, weil taxifahrer spielen nicht so mein ding ist und die blaulichtgeilheit ist nach 2 jahren auch verflogen…
22.
Christian | Juli 3, 2009 at 9:26 am
Hallo,
ich bin gerade auf deine Seite gestoßen und möchte erst einmal Lob dafür aussprechen.
Ich bin seit drei Monaten mit meinem Zivildienst fertig. Ich habe eine der begehrten Stellen bei unserer hauptberuflichen Feuerwehr bekommen und hab dann die Prüfung zum Rettungssanitäter abgelegt.
Viele schreiben hier, dass man als Zivi nicht wirklich mit dem wahren Rettungsdienst in Kontakt kommt. Als Gegenbeispiel wollte ich mich da auch mal anführen. Ich hatte das Glück von Anfang an auf dem 1. RTW unserer Wache eingesetzt zu werden (durchschn. 12-15 Einsätze in 24h). Ich hatte keine Arbeitszeiten von ca. 8 Stunden, sondern 24-Stunden Schichten. Die Sache mit dem Blut trifft in meinem Fall auch nicht ganz zu. Natürlich gab es mehrheitlich interne Notfälle, doch Blut hab ich teilweise mehr gesehen als mir lieb war ;)
Ich wollte eigentlich nur mal darstellen, das es als Zivi auch noch ein wenig anders geht als hier dargestellt.
Absolut beipflichten muss ich dir allerdings bei dem Umgang mit den Kollegen auf der Wache. Auch ich musste anfangs meinen Platz in der Wachschicht finden und klarkommen. Am Ende der 9 Monate wollte ich allerdings gar nicht wieder gehen ;)
Zivildienst im Rettungsdienst kann ich nur jedem empfehlen, vorrausgesetzt er scheut die Arbeit und Maloche nicht….
Viele Grüße aus Paderborn,
der Christian
23.
Imme | Juli 4, 2009 at 10:27 pm
Hey,
also wollte mich auch mal für das bedanken was du hier geschrieben hast. es hat mir echt das fehlende prozent zur kompletten sicherheit gegeben ob ich nun den Zivi im RD mache, war vorher noch etwas skeptisch.
aber ich meine die ein oder andere frage gibts dann doch noch, und zwar (auch wenns von region zu region unterschiedlich sein wird) ist es eigentlich schwierig eine zivi-stelle zu bekommen?
also vorkenntnisse hab ich soweit nich, ausser ein praktikum im KH was mir aber damals echt jede motivation genommen hat RA zu werden, weil die patienten behandelt wurden wie der letzte abschaum, das ging dann auch soweit das wenn ein patient geklingelt hat und ne schwester rein ging, wurde dann vom pat nach dem praktikanten gefragt. naja mittlerweile sag ich mir, pech gehabt, idioten gibts überall und ich hab halt ne schlechte station erwischt.
und nuja, ich sag mal mein vater und mein onkel sind lehrrettungsassistenten und rettungswachenleiter und mein bruder is mittlerweile auch RA. also man bekommt schon ne menge mit, und naja, ich denke 3 FF und davor 6 jahre JF, helfen vielleicht ein wenig etwas besser mit dem druck umgehen zu können, könnte ich mir zumindest vorstellen.
und dann noch ne frage, wie is das eigentlich mit dem führerschein, ist ein jahr fahrpraxis zwingend oder lassen die da mit sich reden? und wie is das mit dem perso.beförderungschein? muss man den dann selbst finanzieren, oder wird das von HiO übernommen?
und naja, ich denke warum ich das alles nicht meinen vater frage, versteht sich vielleicht von selbst ;)
schicken gruß aus elbflorenz,
der imme
24.
TIm | August 3, 2009 at 8:53 am
Hey zusammen,
ich fang am 10.08 meinen Lehrgang als RS an, wie stehen denn die Chancen als Zivi NEF zu fahren bzw wie komme ich an eine solche Position falls möglich?
Zvi aufm RTW? unter welchen Vorraussetzungen ist das möglich?
lg
tim
25.
stef | August 14, 2009 at 9:39 pm
Hallo Tim. Meine Antwort: gaaanz schlecht. Erstens ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestqualifikation in einigen Bundesländern der RettAss. Zweitens sind mir Fälle bekannt, wo zwar RettSan NEF fahren dürfen (nach Rechtsgrundlage), allerdings nur langjährig Tätige, weil du dem NA assistieren musst und einige Kenntnisse haben solltest. Deswegen siehts für Zivis generell düster aus. Du musst eigentlich schon froh sein, als Zivi aufn RTW zu kommen, das ist vielerorts schon längst nicht mehr so. Nachdem, was ich weiß solltest du für eine Tätigkeit als RTW-Fahrer folgendes mitbringen: zu Dienstbeginn mindestens 1 Jahr Fahrpraxis auf dem Klasse B, keine Punkte usw., sofern der RTW über 3,5t wiegt musst du den Führerschein C1 machen, der kostet ca. 1000€ (trägt manchmal der Arbeitgeber, sieht aber im Zivi düster aus, FSJ sindse eher großzügiger), sowie die vorgeschriebene Qualifikation (meistens RS).
Meine Frage: in welchem Bundesland wohnst du, und bei was für einer Organisation machst du deinen Zivi.
Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
26.
Tim | August 14, 2009 at 11:58 pm
Danke für deine Antwort =)
Komme aus Rheinlandpfalz, mache im Moment RS Ausbildung in Mainz.
Hoffe, dass es das ist was du wissen wolltest ;)
27.
stef | August 15, 2009 at 2:15 pm
Achso :) Hab mal nachgeguckt, ich weiß nicht ob das RettDG RLP noch aktuell war, da stand aber, dass man als RettSan fürs NEF geeignet sei. Inwiefern das noch gültig ist, weiß ich nicht :P Generell werden aber die NEFs mit RAs besetzt, als Zivi sieht es – wie schon gesagt – ganz schlecht aus.
Viel Erfolg bei der Ausbildung!
28.
Christoph | September 7, 2009 at 3:16 pm
Hi,
weiss zufällig jemand von euch wie es in Saarbrücken bei der BF mit Zivis und FSJlern ausschaut? Ich würde gene Medizin studieren und vorher Erfahrungen vertiefen bzw neue sammeln, am besten aufm RTW. Bin schon seit ein paar Jahren ehrenamtlich im RD tätig, kenn mich also schon ein bisschen aus…
Gruß
Christoph
29.
Chris | Oktober 4, 2009 at 2:51 pm
hey
erstmal cooler blog…
echt klasse meiner Meinung nach.
da du ja zivildienst geleistet hast, musst du ja verweigert haben, jetzt wollte ich mal fragen, ob du mir tipps geben könntest, wie ich meine Verweigerung schreiben kann, da ich mein Zivildienst auch im Rettungsdienst machen will, was eig. schon beschlossene sache ist.
MfG
Chris