Impressum
Über mich:
Ich bin 20 Jahre alt, habe 2007 mein Abitur mit einem Schnitt von 2,8 abgeschlossen (Leistungskurse Englisch + Biologie) und bin seit 01.08.07 als Zivildienstleistender im Rettungsdienst tätig. Mitverantwortlich für die Entscheidung “pro Rettungsdienst” war, dass ich seit meinem 16. Lebensjahr ehrenamtlich in der Wasserwacht engagiert bin und dort schon ersten Kontakt mit der Materie Rettungsdienst sammeln durfte. Seit ich 18 bin, bin ich auch mit einem sog. Piepser ausgestattet und rücke, wann immer es die Situation zulässt zusammen mit 6 weiteren Kollegen als Schnelleinsatzgruppe zu Wasserrettungen aus. Und wie er der Teufel wollte, traf ich bereits im ersten SEG-Einsatz überhaupt auf meine erste Wasserleiche. Im Gegensatz zur “Normwasserleiche” lag diese weit über 4 Wochen im Wasser, was sie nicht gerade angenehmer zu Bergen machte.
Warum mach ich den Zivi im Rettungsdienst?
Die Antwort ist sehr simpel. Seit ich mit Erste-Hilfe bzw. Sanitätskursen in Berührung gekommen war, stieg mein medizinisches Interesse rapide an. Ich war nie zufrieden mit meinem Ausbildungsstand und stellte mir andauernd die Frage, ob mein Wissen und mein Können wirklich ausreichend sind, um effektive, suffiziente Hilfe leisten zu können. Immer lautete die Antwort in etwa: “Kommt darauf an”. Damit gab ich mich aber nicht zufrieden und deshalb kam für mich nach dem Ersten-Hilfe-Kurs nur das “Weitermachen” in Frage. In meiner Freizeit verbrachte ich zig Stunden mit theoretischem und praktischem Unterricht und konnte mich schon bald “Sanitäter” schimpfen, da ich die Sanitätskurse Teil A und B erfolgreich abgeschlossen hatte. Soweit, so gut. Doch noch immer nicht genug. Kurz darauf bot die Wasserwacht den C-Teil der Sanitätsausbildung - den Wasserretter - an, den ich natürlich auch noch mitnahm und erfolgreich abschließen konnte.
Meine Geschichte:
Soviel zu meiner “Prä-Zivi”-medizinischen Ausbildung. Um am Rettungsdienst teilnehmen zu dürfen, bedurfte es aber mehr. Das Bestehen der Ausbildung zum RDH - dem Rettungsdiensthelfer - ist Pflicht, um im qualifizierten Krankentransport eingesetzt werden zu dürfen. Dieser dauerte dann 160h (1 Monat) und konnte von mir (dank meines Vorwissens) überdurchschnittlich gut abgeschlossen werden.
Ich war nun also bereit für die Aufgaben, die da auf mich zukommen sollte und stellte schnell fest, dass der Lehrgang eher auf die Notfallmedizin ausgelegt war, als auf die Sachen, die man wirklich tagtäglich braucht. Nach ein paar “Schnupperschichten” als 3. Mann auf dem RTW, dem NAW und dem KTW, wurde ich dann in den harten Alltag entlassen und von nun an als 2. Mann zu einem ehrfahrenen Mitarbeiter auf das Auto gesetzt. Frei nach dem “Learning by doing” - Prinzip tastete ich mich an so simpel klingende Fragen wie “Über welche Themen rede ich mich Patienten, die unter Zwang eingewiesen werden”, “Wann halte ich lieber den Mund” und “Lebt er noch?” heran und wurde im Umgang mit den Patienten immer sicherer und konnte durch aufmerksames Zuhören und Zusehen noch eine große Menge an Information zu meinem vorhandenen Wissen hinzufügen.
Wie wird es weitergehen?
Da reines Interesse in diesem Land nicht als Auswahlkriterium für Studienplätze gilt, werde ich mir das eigentlich angestrebte Ziel vom Studium der Medizin mit Schwerpunkt Anästhesie abschminken dürfen, da ich keine Lust habe, 3-6 Jahre auf einen Platz zu warten. Stattdessen werde ich die Zeit vom Ende meines Zivildienstes (Mai 08) bis zum Beginn des Studiums (Jura oder BWL?!) mit einem 1-monatigen Klinikpraktikum und im Anschluss mit einer Ausbildung zum Rettungssanitäter (nicht mit dem Sanitäter verwechseln) überbrücken. Sobald das geschafft ist, was eigentlich keine allzugroße Hürde darstellen dürfte, dann hoffe ich darauf, dass ich einen Zeitvertrag bei meinem derzeitigen Arbeitgeber bekomme, damit ich nicht mit komplett leeren Taschen ins Studium starte.
Zum Blog:
In diesem Blog berichte ich über die tägliche Arbeit im Rettungsdienst. Im Moment kommt von Montag bis Freitag im Durchschnitt 1 Update pro Tag (meist so zwischen 19 und 22 Uhr). Am Wochenende bin ich dann nur - je nach Lust und Laune - mit Veränderungen im Glossar / Impressum beschäftigt. Um die Anonymität zu wahren, nenne ich hier weder meinen Namen (die Personen, die mich kennen, wissen ihn sowieso und für den Rest ist er irrelevant), noch die Organisation für die ich arbeite. Desweiteren werden keine Namen von Krankenhäusern, Patienten oder sonstigen Personen genannt, auf grund derer man Rückschlüsse ziehen könnte. Ich habe hier keine Angst um meine Person, sondern viel mehr geht es um den Fakt, dass ich eine Schweigepflicht habe, die vom Arzt übertragen wird und ich hier von vornherein gerne auf jegliche Probleme mit meiner Arbeitsstelle verzichten möchte, da es mir dort überaus gut gefällt.
Du hast eine gute Idee, eine konstruktive Kritik zu äußern oder eine Frage an mich? Schreib mir einfach eine EMail oder greife auf die Kommentarfunktion unter den jeweiligen Beiträgen zurück. Ein Blog lebt von Kommentaren und deshalb freu ich mich auch über jeden einzelnen. Um Spam und rechtswidrigen Inhalten vorzubeugen, muss ich es aber so halten, dass ich den ersten Kommentar eines jeden Besuchers manuell freigebe, bevor die darauf folgenden dann ohne weitere Überprüfung auf der Seite erscheinen.
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1.
Anonymer Helfer | November 13, 2007 at 1:13 Uhr vormittags
Moin!
Ich bin durch Zufall über deinen Blog gestolpert und erfreut. Bin selber RA und mache Erste-Hilfe-Ausbildung (studieren tu ich auch noch). Allerdings ist mir beim Eintrag vom 21.10. etwas aufgefallen: Der “Laie” macht weder Schmerzreiz noch Mund frei noch Pulskontrolle. Das ist, fast zeitgleich mit den ILCOR-Richtlinien, geändert worden.
Geht halt darum, dass die meisten in solchen Situationen nicht mehr die Ruhe haben auch wirklich die richtige Stelle zum Puls fühlen zu finden und sich schon hochgradig ekeln, wenn ich denen erzähle, sie sollen den Mundraum freimachen, wodurch sich von vorneherein eine Abneigung gegen das Helfen an sich aufbaut.
Für Laien gilt da ganz einfach “Keine Atmung => Drücken”.
Gruß
2.
Malte | Februar 11, 2008 at 6:21 Uhr nachmittags
Hallo Zusammen,
mein Name ist Malte Dudd, ich bin im THW Syke als Pressesprecher tätig, zur Zeit aber im Hamburger Exil. Ich hatte die Idee, dass ein studivz ähnliches Netzwerk für Mitglieder von Rettungs- und Hilfsorganisationen (von Feuerwehr über ASB bis THW, Johannitern und Maltesern, usw) sicherlich Sinn machen würde. Also habe ich es mit Hilfe von ning (eine Social Network-Dienst) programmiert und in den letzten 6 Monaten getestet.
Nun soll http://www.rettr.de online gehen und dafür brauch ich eure Hilfe. ich wüde mich freuen, wenn Ihr Mitglied in diesem neuen Netzwerk werdet und ich Euch als Multiplikatoren nutzen kann um rettervz.de weiter bekannt zu machen. Denn nur mit genügend Mitgliedern hat das Verzeichnis eine echte Chance.
Was ist rettr ?
rettr ist eine Online-Plattform für Mitglieder aller Hilfsorganisationen, die online in Kontakt bleiben wollen.
Was kann rettr?
Was in früheren Zeiten ein einfaches Forum war, wird nun erweitert um zahlreiche weitere Funktionen. Z.B:
- Bilderupload
- Videoupload
- ein eigenes Blog (Web-Tagebuch)
- Gründung von Gruppen, in denen z.B. Ortsfeuerwehren oder Ortsgruppen ungestört eigene Themen diskutieren können.
Was bietet Dir rettr?
retterVZ ist die ideale Möglichkeit online mit den Mitgliedern einzelner Hilfsorganisationen in Kontakt zu bleiben und so von gemeinsamen Erfahrungen zu profitieren.
Nach einem Einsatz oder einer Übung kann das gesammelte Material auf diesem Wege allen Mitgliedern zugänglich gemacht werden. Koordiniert Termine und plant Veranstaltungen.
************www.rettr.de*********************
Wenn Du vom rettungsdienstzivi-Blog mir helfen könntet rettr bekannter zu machen. Ich biete mich gerne auch für Intervies oer sonstigen Zeugs an.
Schon jetzt vielen Dank für eure Hilfe
Viele Grüße
Malte